Betriebs- und Sicherheitsausrüstung

Betriebs- und Sicherheitsausrüstung

Der private und öffentliche Verkehr wird heute durch moderne Infrastrukturen und deren elektromechanischen Anlagen unterstützt wie Energieversorgung, Verkehrsregelungs- und Überwachungsanlagen, Leit- und Kommunikationssysteme.

Der Wunsch nach grösstmöglicher Mobilität führt in der Schweiz seit Jahren zu einer Zunahme der Verkehrsbelastung sowohl auf dem Strassen- als auch auf dem Schienen- netz. Um diesem Wunsch zu entsprechen, werden einerseits die Netze fortlaufend bau­lich erweitert und andererseits die Leistung der bestehenden Infrastruktur ge­stei­gert. Beide Massnahmen müssen mit den gesetzlichen Vorgaben nach sicheren und wirt­schaftlichen Infrastrukturen einher­gehen. Die Verkehrssicherheit auf Strasse und Schiene hängt dabei mass­geblich von den bestehen­den Verhältnissen (Verkehr, Um­welt, Wetter etc.), dem Verhalten der Verkehrsteilnehmenden sowie der Verkehrsinfrastruktur ab. Auf die beiden erstgenannten Faktoren kann nicht oder nur in geringem Masse Einfluss genommen werden. Der Grundstein für eine funktions­tüchtige und betriebssichere Infra­struktur wird dagegen schon bei der Projek­tierung gelegt und ist nach Inbetrieb­setzung der Verkehrsanlage durch den fachgerechten Betrieb und Unterhalt stark beeinflusst.

Konzipierung und Planung der Betriebs- und Sicherheits­ausrüstung (BSA) sowie die Integration in das über­geordnete Leitsystem verlangen interdiszip­linäres Wissen. In der Projektierung werden Neubau- und Sanierungsprojekte unterschieden. Bei Neubauprojekten wird «auf der grünen  Wiese» geplant und gebaut, d.h. die gelten­den Nor­men und Richtlinien können in der Regel ohne Einschränkungen umgesetzt werden, die Ausführungs- und Testphasen sowie die Inbetriebsetzung finden nicht unter Verkehr statt.

Leistungssteigerungen auf bestehenden Infrastrukturen sowie die Anpassung an neue Anforderungen und Standards werden im Rahmen von Sanierungsprojekten umgesetzt. Sanierungsprojekte sind sowohl durch nicht veränderbare Randbedingungen (Lichtraum-profil, Dimension der Rohrblöcke und Zentra­len etc.) sowie dadurch geprägt, dass die Arbei­ten in der Regel unter Betrieb stattfinden. Erfahrung, Fachwissen und innovative Lösungsansätze sind bei der Bearbeitung und Umsetzung von Sanierungsprojekten daher besonders wichtig.

Vor der Inbetriebsetzung des fertigen Bauwerks wird die Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit der einzelnen Betriebs- und Sicherheitsanlagen im Rahmen von Anlagentests bis ins kleinste Detail geprüft. Mittels integralen Gesamttests werden das Zusammen spiel der Betriebs- und Sicher­heitsausrüstung und die Kommunika­tions­­wege zwischen den Anlagen eingehend geprüft. In jedem Fall sind neben der Kenntnis der Normen und Richtlinien, die Qualitätssicherung, das Projektmanagement sowie die laufende Terminplanung und Kostenkontrolle von entscheidender Bedeutung für den erfolgreichen, termin- und kostengerechten Abschluss von Infrastrukturprojekten.