Energie

Hochwasserrückhalteraum Hegmatten Winterthur, Schweiz

Hochwasserrückhalteraum Hegmatten Winterthur, Schweiz

Schweiz

Projektdaten

Auftraggeber: Baudirektion Kanton Zürich, AWEL Amt für Wasser, Energie und Luft

Projekt: Projektierung eines Hochwasserrückhalteraumes inkl. Schwemmholzrechen, unterirdischen Zuflusskanals und ökolog. Ersatzmassnahmen

Bearbeitungszeitraum: 2012 - 2017

Mit dem Hochwasserrückhalteraum Hegmatten wird das Stadtzentrum Winterthur vor Hochwasser geschützt, indem das Wasser der Eulach zurückgehalten wird.

Der Rückhalteraum liegt bei Hegmatten am Riedbach, weshalb das Wasser der Eulach mittels einem streichwehrartigem Trennungsbauwerk, welches an einen bestehenden Hochwasserkanal anschliesst und mittels einem unterirdisch zu erstellenden, 390 m langen Zuflusskanal, übergeleitet werden muss.

Um das Wasser im Raum Hegmatten zurückzuhalten, ist ein 1.4 km langer und ab horizontalem Terrain bis 3.5 m hoher Damm notwendig. Die maximale Dammhöhe beträgt 10.05 m (luftseitige Abmessung in einem zu durchquerenden Weiher Toggenburger).

Um Verstopfungen im Trennungsbauwerk durch Schwemmholz entgegenzuwirken, ist im Rahmen des vorliegenden Projekts rund 2 Kilometer flussaufwärts in Räterschen ein Schwemmholzfang in der Eulach geplant.

Ausserdem muss den naturschützerischen Anforderungen Rechnung getragen werden. Das Projekt wird sorgfältig in die Landschaft integriert. Der Riedbach wird grossräumig an seine ursprüngliche Lage vor 150 Jahren verlegt und naturnah gestaltet. Auch werden kleinere eingedolte Bäche geöffnet und ebenfalls naturnah gestaltet. Am Ufer werden einheimische Bäume und Sträucher gepflanzt. Zusätzlich ist ein Weiher mit mehreren Tümpel geplant. Das Projekt bewirkt eine umfangreiche Aufwertung der Gewässer.

Der neue Damm liegt im Bereich der Deponie Toggenburger. Aufgrund der mit der Projektierung vorgenommenen Untersuchung wird angenommen, dass 80 % des Deponieguts belastet und entsprechend entsorgt oder zu verwertet sind. Der Einstau des Rückhalteraums wird hingegen nur unwesentliche Auswirkungen auf die im Boden verbleibende Deponie zur Folge haben.

Mit dem Projekt sind grössere Bodenbewegungen nötig, welche nach einem Kulturerdekonzept vorgenommen werden. Belastetes Material, insbesondere dasjenige der Pünten, wird vorschriftsgemäss entsorgt.

Die Kosten inkl. Landerwerb und Baunebenkosten werden auf 33 Mio. CHF voranschlagt. Die Realisierung nimmt 2 Jahre in Anspruch.